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1.Mai in Scharnstein

7. Mai 2026

1.Mai in Scharnstein

Festrede von Bürgermeister Klaus Kramesberger aus Grünau im Almtal

Beim traditionellen 1.-Mai-Fest in Scharnstein hielt Bürgermeister Klaus Kramesberger aus Grünau die diesjährige Festrede. Dabei erinnerte er an die Bedeutung des 1. Mai als Symbol für Solidarität, soziale Gerechtigkeit und den Einsatz der Arbeiterbewegung für bessere Lebensbedingungen.
„Der 1. Mai ist weit mehr als ein Feiertag. Er ist ein Symbol“, betonte Kramesberger gleich zu Beginn seiner Rede. Viele Rechte, die heute selbstverständlich erscheinen – vom 8-Stunden-Arbeitstag über bezahlten Urlaub bis hin zur Sozialversicherung – seien hart erkämpft worden: „All das ist nicht vom Himmel gefallen – es wurde erkämpft. Von der Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung, von der Sozialdemokratie.“

Im weiteren Verlauf sprach Kramesberger über die aktuellen Herausforderungen für viele Menschen. „Die Menschen spüren es jeden Tag. Beim Einkaufen, bei der Stromrechnung, bei der Miete“, sagte er mit Blick auf die steigenden Lebenshaltungskosten. Gerade jetzt müsse Politik auf der Seite der arbeitenden Menschen stehen: „Arbeit muss sich lohnen. Wer Vollzeit arbeitet, darf keine Existenzängste haben. Wer sein Leben lang gearbeitet hat, muss im Alter würdevoll leben können.“

Ein weiterer Schwerpunkt der Rede war das Thema Wohnen. Leistbares Wohnen dürfe „kein Luxus sein“, so Kramesberger. Besonders junge Menschen würden sich zunehmend fragen, ob sie sich in ihrer Heimat überhaupt noch ein Leben aufbauen können. Die Entwicklung der Quadratmeterpreise in den vergangenen Jahren sei dabei eine große Herausforderung.
Auch die Veränderungen im ländlichen Raum sprach der Bürgermeister offen an. Funktionierende Nahversorgung, regionale Betriebe und Gasthäuser seien wichtige Bestandteile lebenswerter Gemeinden. „Wir haben noch das Glück, dass wir beim Bäcker, Fleischer, bei verschiedenen Selbstvermarktern und Lebensmittelgeschäften einkaufen können“, erklärte Kramesberger. Gleichzeitig verwies er darauf, dass es bereits Gemeinden gebe, in denen Geschäfte und Wirtshäuser von Vereinen geführt werden: „Das ist ein letzter Hilfeschrei, aber nicht nachhaltig.“

Als Bürgermeister wisse er, „wie sehr sich politische Entscheidungen ganz konkret im Alltag der Menschen auswirken“. Gerade in den Gemeinden spüre man Entwicklungen oft als Erste. Deshalb brauche es weiterhin Investitionen in Kinderbetreuung, Schulen, Vereine und Infrastruktur sowie eine faire finanzielle Ausstattung der Kommunen.

Zum Abschluss seiner Rede stellte Kramesberger den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Mittelpunkt. Gerade in Zeiten, „in denen der Ton rauer wird“, dürfe man Menschen nicht gegeneinander ausspielen. „Unsere Antwort auf Spaltung ist Zusammenhalt. Unsere Antwort auf Unsicherheit ist Solidarität“, betonte er unter dem Applaus der Besucherinnen und Besucher.
Mit einem Dank für Engagement, Einsatz und Solidarität sowie dem traditionellen Wort „Freundschaft!“ beendete Klaus Kramesberger seine Festrede zum 1. Mai in Scharnstein.

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